Werbung

Der Hallesche FC hat das Heimspiel gegen den Chemnitzer FC mit 0:3 (0:2) verloren. Bereits nach drei Minuten geriet der HFC auf die Verliererstraße, als Torhüter Oliver Schnitzler des Feldes verwiesen wurde. 87 Minuten Unterzahl waren am Ende der englischen Woche sichtbar zuviel.

Das Aufgebot der Saalestädter war diesmal wieder komplett und betrug im Vergleich zu den beiden jüngsten Auswärtsspielen wieder 18 Spieler. Petar Sliskovic kehrte in die Startelf zurück und trug auch wieder die Kapitänsbinde. Neben ihm stürmten Hilal El-Helwe und Braydon Manu, dahinter schickte Trainer Rico Schmitt die zuletzt so überzeugende Formation unverändert auf den Rasen.

Es waren nicht mal drei Minuten gespielt, als die Richtung des Ostderbys vorgegeben war. Nach langem Flugball auf Daniel Frahn ging HFC-Keeper Oliver Schnitzler knapp vor dem Strafraum in den Clinch und behinderte den Gästestürmer regelwidrig. Der Referee gab Freistoß für Chemnitz – und Rot für Oliver Schnitzler. Eine harte Entscheidung, die offenbar als Notbremse deklariert war. Ob der CFC-Angreifer den aufsetzenden Ball überhaupt noch erreicht hätte, blieb zumindest fraglich.


Werbung

Mit Hilal El-Helwe wurde daraufhin ein Offensivakteur geopfert, Tom Müller rückte zwischen die Pfosten. Der parierte den Freistoß und kam somit gut ins Spiel. Chemnitz hatte in der Folgezeit zwar mehr Ballbesitz, kam aber zunächst kaum zu Chancen. Stattdessen kam Stefan Kleineheismann zum Kopfball (8.), traf das Spielgerät aber nur noch mit dem Scheitel. Bezeichnend für den gebrauchten Tag des HFC war die Entstehung des Rückstands. Das Geschehen spielte sich im Chemnitzer Strafraum ab, als der CFC schnell umschaltete und Reinhardt den Konter mit trockenem Schuss aus 17 Metern zum 0:1 abschloss (18.). Der HFC hätte beinahe postwendend geantwortet, als Erik Zenga ein Zuspiel in die Spitze per Hacke in den Strafraum auf Petar Sliskovic legte, der Kapitän wurde im letzten Moment geblockt (19.). Vor der Pause tat sich danach nicht viel. Die Rot-Weißen mussten viel Laufarbeit verrichten, um bei Chemnitzer Ballbesitz im Kollektiv zu verschieben. Meist hielt der HFC den Kontrahenten vom Tor weg. Kurz vor der Pause war es allerdings soweit. Slavov narrte gleich zwei Hallenser und traf ins lange Eck zum 0:2 (42.). Petar Sliskovic hatte vor dem Seitenwechsel noch zwei Kopfballchancen, beide Versuche endeten mit Eckball für den HFC. Zu diesem Zeitpunkt hätte es personell durchaus wieder ausgeglichen sein können auf dem Spielfeld, denn der bereits verwarnte CFC-Verteidiger Leutenecker beging gegen Fabian Baumgärtel ein taktisches Foul zum Unterbinden eines Torabschlusses und hätte dafür Gelb-Rot verdient gehabt.

Nach der Pause war der Willen der Hausherren zwar ungebrochen. Doch Chemnitz brauchte in Überzahl und mit sicherem Vorsprung wenig mehr zu tun, als auf Lücken und Fehler zu warten. Im Bemühen die Bälle früh zu erobern presste der HFC weit vorn. Und immer wenn sich der CFC aus diesem Forechecking befreien konnte, taten sich im Rücken der Saalestädter große Räume auf. Reinhardt traf nach 55 Minuten die Latte des HFC-Gehäuses, zwei Minuten später war Hansch frei durch und verfehlte das Tor. So blieb der Hallesche FC im Spiel und hätte es fast noch einmal richtig spannend gemacht, als Tobias Schilk eine scharfe Eingabe spielte und Petar Sliskovic aus elf Metern per Direktabnahme den CFC-Kasten knapp verfehlte (61.). Statt des möglichen Anschlusstreffers stand es nach 69 Minuten 0:3, wieder behielt Reinhardt die Ruhe und traf nach mehreren Stationen aus 14 Metern überlegt ins Eck. In der Schlussphase berannte der HFC mit dem Mute der Verzweiflung und mit den letzten Kraftreserven das Chemnitzer Tor. Doch als Stefan Kleineheismann und Erik Zenga eine Doppelchance nicht nutzten (80.) und Hendrik Starostzik einen Kopfball nicht richtig setzen konnte (86.) stand das 0:3-Endergebnis fest. Chemnitz gewann verdient, weil dem HFC bei aller lobenswerten Einstellung die Kräfte schwanden angesichts von 87 Minuten Unterzahl nach der Schwerstarbeit von Köln und Bremen.

Aufstellung:

HFC: Schnitzler – Schilk, Starostzik, Kleineheismann, Barnofsky (46. Röser), Baumgärtel, Bohl (67. Fetsch), Zenga, Manu, El-Helwe (4. Tom Müller), Sliskovic


Werbung

Chemnitz: Kunz – Leutenecker (28. Scheffel), Endres, Trapp, Mlynikowski, Hansch, Reinhardt (85. Bachmann), Grote (71. Piechowski), Kluft, Frahn, Slavov

Schiedsrichter: Guido Winkmann

Rot: Schnitzler (3.)

Gelb: Leutenecker, Reinhardt, Piechowski

Zuschauer: 7145

Quelle: www.hallescherfc.de

Bilder:


Werbung