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Die Mannschaft des Halleschen FC rief am 32. Spieltag zum Ende der englischen Woche eine Leistung ab, die ihr wohl nur wenige zugetraut hatten. Beim besten Heimteam der Liga in Osnabrück gewann die Mannschaft von Trainer Rico Schmitt absolut verdient mit 2:1.
Der HFC musste an der Bremer Brücke auf die Abwehrspieler Fabian Franke, Fabian Baumgärtel und Tobias Schilk verzichten. Der Coach bemühte sich um so wenige Änderungen wie möglich in der Struktur der Mannschaft, beorderte Florian Brügmann von der rechten auf die linke Seite der Viererkette und zog Toni Lindenhahn aus dem Mittelfeld nach rechts hinten. Vor 8012 Zuschauern im Hexenkessel zu Osnabrück zeigten die Gäste von Beginn an, dass sie sich viel vorgenommen hatte. Der VfL kam erst nach 4:12 Minuten erstmals aus der eigenen Hälfte, weil der HFC energisches Forechecking spielte und früh die Zweikämpfe suchte. Als sich Osnabrück vom ersten Schreck einigermaßen erholt hatte, sorgte Reimerink für den ersten echten Torschuss der Begegnung, doch Fabian Bredlow im HFC-Tor war beim Flachschuss auf dem Posten (9.). In der Folgezeit war Halle die reifere Mannschaft, wirkte ballsicher und zwang die Hausherren immer wieder zu Fehlern. Nach feiner Einzelleistung sorgte Marvin Ajani nach 16 Minuten für Gefahr im VfL-Strafraum, dann klärte Sangare nach Flanke auf den zweiten Pfosten vor Florian Brügmann (17.) und die bis dahin beste Torchance hatte Benjamin Pintol nach Eingabe von Martin Röser mit einem Linksschuss. VfL-Keeper Gersbeck war mit Fußabwehr zur Stelle (21.). Die erfolgsverwöhnten Zuschauer an der Bremer Brücke wurden zunehmend unruhig. Sie merkten, dass ihr Team gegen sehr aufmerksame Hallenser kaum ins Spiel fanden. Ein Fallrückzieher von Nick Fennell (28.) und ein Getümmel im Osnabrücker Strafraum in unmittelbarer Tornähe mit den beteiligten Marvin Ajani, Dorian Diring und Nick Fennell (42.) beendete eine erste Halbzeit, in der die Gäste die bessere Mannschaft waren.
Nach der Pause waren die Lila-Weißen zunächst präsenter, Florian Brügmann lief im letzten Moment Sangare ab (50.). Dann drückte wieder der HFC aufs Tempo. Ein weiter Einwurf von Toni Lindenhahn schickte den agilen Marvin Ajani auf die Reise, der im letzten Moment an der Grundlinie zur Ecke geblockt wurde (57.). Die Eingabe trat Martin Röser direkt auf den Kopf von Nick Fennell und es stand 0:1 (58.). Jetzt begannen die turbulenten vier Minuten. Nicht mal zwei Minuten hatte die HFC-Führung Bestand, als Heider eine Einzelleistung zum 1:1 abschloss (60.). Doch der Hallesche FC antwortete erneut. Benjamin Pintol sicherte klug den Ball und schüttelte zwei Gegenspieler ab, Martin Röser fackelte aus 18 Metern nicht lange und versenkte den Ball mit feiner Schusstechnik unhaltbar zum 1:2 im langen Eck (61.). Die Partie war nun hitzig und dramatisch. Fabian Bredlow kratzte einen Freistoß von Wriedt mit den Fäusten aus dem Eck (66.), ehe der HFC mehrfach die Chance zum spielentscheidenden 1:3 hatte. Erst verpasste Martin Röser nach Eingabe von Marvin Ajani knapp (71.), dann erlief Benjamin Pintol einen Querpass des VfL und allein aufs Tor zu. Er umkurvte den Keeper und zögerte aus spitzem Winkel einen Moment mit dem Abschluss, so dass Osnabrück die Situation noch bereinigen konnte (74.). In der Schlussphase warf Osnabrück alles nach vorn und forderte nach Zweikampf zwischen Wriedt und Brügmann Elfmeter, doch der Pfiff blieb aus (82.). Noch einmal klärte Max Barnofsky mit beherztem Tackling im letzten Moment (85.), dann war der verdiente Auswärtssieg einer leidenschaftlich kämpfenden und richtig gut spielenden HFC-Mannschaft perfekt.

Aufstellung:

VfL:
Gersbeck – Syhre, Appiah, Engel, Hohnstedt, Schulz, Groß, Sangare, Reimerink, Heider, Wriedt


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HFC:
Bredlow – Lindenhahn, Kleineheismann, Barnofsky, Brügmann, Ajani (90. Müller), Gjasula, Fennell, Diring (83. El-Helwe), Röser (75. Pfeffer), Pintol

Zuschauer: 8012

Schiedsrichter: Benjamin Corbus, Marcel Göpferich, Wolfgang Haslberger

Gelb: Heider, Reimerink – Röser, Diring, Brügmann, Fennell


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Quelle: www.hallescherfc.de


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