SSV Jahn Regensburg – VfL Wolfsburg II 2:0


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Auch am gestrigen Sonntag stand wieder Fußball auf dem Plan. Das Ziel konnte, nach dem Mittwoch bei den Radkappen, natürlich nur Regensburg lauten. Im Hinspiel der Relegation um den Aufstieg in die Dritte Liga gewann die Zweitvertretung des VW-Klubs mit 1:0 und insofern war die Aufgabe für den Jahn nicht die leichteste – da war jede Unterstützung notwendig. Punkt 9 machte man sich auf den Weg, da sollte das Polster dick genug sein. In Bewusstsein dessen gönnte man sich unterwegs ein ausgewogenes Frühstück beim Fastfood-Konzern mit dem großen M um den Tag gut gestärkt zu beginnen. Doch eine knappe Stunde vor der schönen Stadt an der Donau zeigte das Navi 7 Minuten Verzögerung an – sollte soweit kein Problem sein. Nur wenige Meter nach der Autobahnabfahrt bereute man die Entscheidung diese nicht genommen zu haben. Nichts ging mehr. Aus 7 wurden 27 und schließlich über 45 Minuten Stillstand. Aber man war ja wegen Fußball da, also schnappte man sich den Ball im Kofferraum und macht aus der Autobahn einen Fußballplatz.
Es dauerte nicht lange und man bekam Verstärkung. Altersgruppe „Alte Herren“, aber der Spaß stand ausnahmsweise im Vordergrund. Seine bessere Hälfte fand das irgendwie weniger witzig. Frauen…
Schlussendlich konnte man dann doch endlich die Fahrt fortsetzen und erreichte gut 15 Minuten nach Anpfiff dann auch die Regensburger Continental-Arena, welche erst im Juli 2015 eröffnet wurde. Die Lage direkt an der Autobahn garantierte eine einfache Anreise, aber Stadien in der Stadt sind doch bei weitem charmanter. Nachdem man sich dank eines kleinen Missverständnisses durch einen kompletten Block drängelte, konnte man sich nun endlich dem Spiel widmen. Hierzu gibt es eigentlich so viel auch nicht erzählen. Mit einem 0:0 ging es in die Halbzeit, wobei die Chancenverwertung des Jahn sehr zu wünschen übrig ließ. Die Stimmung im Stadion übrigens auch. Die Fankurve wusste mit Lautheit und Mitmachquote zu überzeugen, zu den Gesängen haben wir uns ja schon im Bericht zum Hinspiel geäußert. Der Rest des weiten Runds war bis auf wenige Ausnahmen gespenstisch ruhig. Man fragte sich nach passieren der Einlasskontrollen sogar ob das Spiel überhaupt schon begonnen hat. Also begann man schnell mit dem gastronomischen Part des Tages. Das Helle im 0,5er Becher wusste mehr als zu überzeugen und so war die weitere Marschroute klar. Übrigens darf man Anmerken, dass in Regensburg 15.000 Leute mit richtigem Bier verköstigt werden durften während man in Wolfsburg das Hinspiel mit 5.000 VW-Mitarbeitern nur mit bleifreiem über die Bühne bekommen mochte.

In der zweiten Halbzeit trafen Geipl (54., Foulelfmeter) und Pusch (57.) zum hochverdienten 2:0 Endergebnis und damit auch zum Drittliga-Aufstieg für die Regensburger. Nach Abpfiff fanden etwa 50 Personen den Weg auf den Platz. Vorerst hielt man sich also auch als Gast ein wenig zurück. Stück für Stück wurden nun aber die Tore geöffnet und die Zuschauer strömten auf den Rasen. Nur die für unser Tor zuständige Fleißbiene hat das nicht so ganz mitgeschnitten so dass man dann doch kurzerhand den Weg über die Zäune nahm und sich der feiernden Masse anschloss. Groß war die Erleichterung die Autoschrauber in der kommenden Saison nicht in Liga 3 zu sehen. Um deren Anhang dies mitzuteilen nahm man auch den kurzen Umweg vor den Gästeblock in Kauf. Doch auch ein kleiner sympathischer Haufen nur wenige Meter vor dem Block konnte die Wolfsburger nicht zu mehr als rumrotzen, bisschen klettern und pöbeln überreden. Schade eigentlich. Vermutlich mussten alle pünktlich zur Schicht wieder am Band stehen. Also widmete man sich dem Stadion und nutzte die Gelegenheit den durchaus schicken Neubau mal von allen Seiten zu bewundern. Einige Liter Gerstensaft später machte man sich, dank zuverlässiger Fahrerin, dann wieder auf den Heimweg. Der Tag hatte sich gelohnt.

Text: freidrehen.org


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